Vorerst sollte man noch alle Teile der Anlage prüfen.
Die Filterelemente haben eine wichtige Aufgabe bei der physikalischen Wasseraufbereitung.
Ob es sich um den Skimmerkorb, den Vorfilter der Pumpe, die Filterkartusche(n) oder den Sandfilter handelt: sie alle können nur funktionieren, wenn sie sauber und unbeschädigt sind.
Der Filterquarzsand verliert im Laufe der Zeit seine Fähigkeit, den Schmutz zurück zu halten und sollte spätestens nach zwei Jahren gewechselt werden. Da bei einer Freibadanlage der Filtersand außerhalb des Filterkessels trocken überwintert werden soll (um eine Verkeimung zu verhindern), ist die Wiederinbetriebnahme der ideale Zeitpunkt für einen Filtersandwechsel. Anderenfalls ist zu kontrollieren, ob noch ausreichend Filterquarzsand vorhanden ist, oder ob der Verlust durch die Rückspülungen ausgeglichen werden muß.
Als wirkungsvolle Vorbeugung gegen Algenbefall empfiehlt sich eine Behandlung der Poolwände und des –bodens mit unverdünntem ALGENSCHUTZ, bevor man Wasser in das Becken füllt.
Vor der Befüllung des Schwimmbeckens sollte man genaue Kenntnis von der Zusammensetzung des zur Verfügung stehenden Wassers haben, anderenfalls könnte man Überraschungen erleben. Füllwasser aus dem kommunalen Versorgungsnetz ist zwar schon vorbehandelt, aber da bei der Beckenfüllung innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen entnommen werden, kann es vorkommen, dass vermehrt Schmutzpartikel und Korrosionsprodukte aus den Zuleitungen mitgerissen werden. Hier besteht die Gefahr der Fremdrosteintragung für alle metallischen Anlagenteile (vor allem für Edelstahl).
Wird das Pool mit Brunnen- oder Grundwasser gefüllt, ist jedenfalls neben diverser anderen Verunreinigungen auch mit gelösten Metallen zu rechnen. Diese oxydieren mit Luftsauerstoff oder spätestens dann, wenn sie mit Wasserdesinfektionsmitteln wie Chlor oder Aktivsauerstoff in Berührung kommen. Dabei kommt es – je nach Inhaltsstoff – zu Wasserverfärbungen, die von grün über braun bis fast schwarz reichen können. Dieses Phänomen tritt nur bei der Erstfüllung (oder Frischwassernachspeisung) auf.
Zur Beseitigung dieser – übrigens völlig unbedenklichen – Färbung geht man wie folgt vor:
• Den pH-Wert messen und in den Idealbereich von 7,2 bis 7,4 bringen
• Schockdesinfektion mit Chlor- oder Aktivsauerstoff
• FLOCKUNGSMITTEL einsetzen
• Die Umwälzpumpe der Filteranlage laufen lassen, bis das Wasser entfärbt ist
• Den Sandfilter rückspülen
• Den pH-Wert nochmals prüfen und erforderlichenfalls korrigieren